• Theresa Häfele im Interview mit Silja Tillner über Engagement in Frauennetzwerken.
    (Auszüge in Form von Zitaten)

    ST: Also nicht Netzwerken um des Netzwerken willens, sondern eher diesen beruflichen oder inhaltlichen Austausch, der über die tägliche Arbeit hinausgeht. (...) Es ist einfach gut, sich ständig weiter zu informieren und Teil dieser Interessensgemeinschaften und Berufsvertretung zu sein (…) solidarisch mit den Kollegen und Kolleginnen (…)

    ST: Das war viel Überzeugungsarbeit, du glaubst ja nicht, wie viele Kolleginnen, selbst wenn sie renommiert sind, befürchten, dass es ihnen schadet, wenn sie bei einer Frauenausstellung dabei sind. .

    ST: Da habe ich (…) gesehen, was das für ein unglaubliches Problem ist, mit dem Selbstbewusstsein. (…) Kannst du dir vorstellen, dass ein Mann, wenn du ihn einlädst zu einer Ausstellung, sagt: Nein, ich schicke nichts, meine Arbeit ist doch nicht ausstellungswürdig?!

    ST: Ich habe drei Frauenhäuser eingerichtet (…) ein Frauenhaus ist nur eine Übergangslösung, die Frauen müssen dort wieder ausziehen (…) Traumatisierte Frauen gehen natürlich am liebsten in ein Frauenwohnprojekt (…) deswegen glaube ich, dass es da einen unglaublichen Bedarf gibt (…) das ist nur eines von vielen Frauenthemen. Ich glaube, dass es einfach ganz wenig gibt (…) da reden wir im Promillebereich, also wenn irgendwer "schon wieder" sagt, muss man sofort antworten: Was schon wieder? Welche Projekte meinst du?

    ST: Ich bin sehr dafür, dass immer auf allen Podien Frauen sitzen müssen, es gibt keine qualifizierte Diskussion, wo das entschuldbar ist, (…) schon gar nicht, wenn man über Städtebau oder Architektur redet (…) Wie sollen junge Kolleginnen oder Studentinnen, die auf solche Veranstaltungen gehen, Role Models finden, wenn nicht genau in dieser Situation? In Vorträgen, in Interviews. Radio und Fernsehen – das ist natürlich gleich das nächste Thema.  

    ST: In der Systemtheorie gibt es die Erkenntnis, dass Systeme per se träge sind und sich daher nicht von sich aus verändern – vor allem wenn wie im Beispiel der Männernetzwerke viele Teilnehmer Vorteile daraus haben. , Warum sollten sie – die Männer – es verändern? Es funktioniert ja. Das geht nur durch massiven Druck von außen. Und das kann nur politischer Druck sein.

    Interview Silja Tillner     - über das Engagement in Frauennetzwerken

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    Theresa Häfele im Interview mit Silja Tillner über Engagement in Frauennetzwerken.
    (Auszüge in Form von Zitaten)

    ST: Also nicht Netzwerken um des Netzwerken willens, sondern eher diesen beruflichen oder inhaltlichen Austausch, der über die tägliche Arbeit hinausgeht. (...) Es ist einfach gut, sich ständig weiter zu informieren und Teil dieser Interessensgemeinschaften und Berufsvertretung zu sein (…) solidarisch mit den Kollegen und Kolleginnen (…)

    ST: Das war viel Überzeugungsarbeit, du glaubst ja nicht, wie viele Kolleginnen, selbst wenn sie renommiert sind, befürchten, dass es ihnen schadet, wenn sie bei einer Frauenausstellung dabei sind. .

    ST: Da habe ich (…) gesehen, was das für ein unglaubliches Problem ist, mit dem Selbstbewusstsein. (…) Kannst du dir vorstellen, dass ein Mann, wenn du ihn einlädst zu einer Ausstellung, sagt: Nein, ich schicke nichts, meine Arbeit ist doch nicht ausstellungswürdig?!

    ST: Ich habe drei Frauenhäuser eingerichtet (…) ein Frauenhaus ist nur eine Übergangslösung, die Frauen müssen dort wieder ausziehen (…) Traumatisierte Frauen gehen natürlich am liebsten in ein Frauenwohnprojekt (…) deswegen glaube ich, dass es da einen unglaublichen Bedarf gibt (…) das ist nur eines von vielen Frauenthemen. Ich glaube, dass es einfach ganz wenig gibt (…) da reden wir im Promillebereich, also wenn irgendwer "schon wieder" sagt, muss man sofort antworten: Was schon wieder? Welche Projekte meinst du?

    ST: Ich bin sehr dafür, dass immer auf allen Podien Frauen sitzen müssen, es gibt keine qualifizierte Diskussion, wo das entschuldbar ist, (…) schon gar nicht, wenn man über Städtebau oder Architektur redet (…) Wie sollen junge Kolleginnen oder Studentinnen, die auf solche Veranstaltungen gehen, Role Models finden, wenn nicht genau in dieser Situation? In Vorträgen, in Interviews. Radio und Fernsehen – das ist natürlich gleich das nächste Thema.  

    ST: In der Systemtheorie gibt es die Erkenntnis, dass Systeme per se träge sind und sich daher nicht von sich aus verändern – vor allem wenn wie im Beispiel der Männernetzwerke viele Teilnehmer Vorteile daraus haben. , Warum sollten sie – die Männer – es verändern? Es funktioniert ja. Das geht nur durch massiven Druck von außen. Und das kann nur politischer Druck sein.